Es passiert jedes Jahr. Die Temperaturen steigen, die ersten sonnigen Tage kommen und plötzlich will man alles auf einmal. Laufen, Velofahren, Tennis, Gartenarbeit, die erste Wanderung. Nach einem langen Winter, in dem man vielleicht weniger aktiv war als geplant, ist die Motivation gross.
Das ist wunderbar. Wirklich. Bewegung ist gut für Körper und Kopf, und der Frühling ist ein natürlicher Motivationsschub, den man nutzen sollte.
Nur: Der Körper braucht manchmal etwas mehr Zeit als die Motivation.
Was im Körper passiert, wenn es zu schnell geht
Muskeln, Sehnen und Gelenke, die über Monate weniger belastet wurden, sind nicht von heute auf morgen wieder voll belastbar. Vor allem Sehnen – die Verbindungen zwischen Muskel und Knochen – passen sich langsamer an als die Muskulatur selbst. Wer zu schnell zu viel macht, riskiert typische Überlastungssyndrome: Beschwerden in der Achillessehne, Kniebeschwerden beim Laufen, Schulterbeschwerden beim Tennis oder hartnäckige Muskelverspannungen, die sich nicht erholen wollen.
Das ist keine Schwäche – das ist Physiologie.
Die häufigsten Fehler beim Frühlingseinstieg
ZU VIEL AUF EINMAL: Wer im Winter kaum gelaufen ist, sollte nicht direkt mit intensivem Training einsteigen. Der Körper braucht eine Aufbauphase – auch wenn sich die Kondition subjektiv noch gut anfühlt.
KEIN AUFWÄRMEN: Im Frühling verleitet das schöne Wetter dazu, direkt loszulegen. Auch bei 20 Grad braucht die Muskulatur ein paar Minuten, um auf Temperatur zu kommen.
BESCHWERDEN IGNORIEREN: «Das gibt sich schon» stimmt manchmal. Wenn ein Beschwerden nach mehreren Einheiten nicht besser wird, kann eine Abklärung sinnvoll sein – bevor aus einer kleinen Überlastung eine längere Pause wird.
AUSRÜSTUNG AUS DEM LETZTEN JAHR: Laufschuhe etwa sollten nach 500–800 Kilometern ersetzt werden – nicht nach Jahren.
Was helfen kann: Aufbau mit Struktur
Physiotherapie muss nicht erst reaktiv sein. Wenn Sie wissen, dass Sie im Frühling wieder durchstarten möchten – als Läuferin, Tennisspieler oder einfach als jemand, der wieder mehr draussen sein will – kann eine Standortbestimmung bei PHYSIOLINK unterstützen.
Wie belastbar sind die relevanten Strukturen? Gibt es Bereiche, die von gezielten Übungen profitieren könnten? Was sollte man beim Einstieg in die Saison beachten?
Bei PHYSIOLINK nehmen wir uns Zeit für genau solche Fragen. Nicht erst, wenn etwas wehtut, sondern auch davor.
Und wenn doch etwas passiert ist?
Dann gilt: nicht zu lange warten. Frische Überlastungsbeschwerden sprechen oft gut auf physiotherapeutische Begleitung an. Wichtig ist eine genaue Einschätzung der Belastbarkeit, ein klarer Plan für den Wiedereinstieg – und die Gewissheit, nicht alleine damit zu sein.
👉 Termin vereinbaren – in Frauenfeld oder Felben-Wellhausen.
* Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder medizinische Diagnose. Bei anhaltenden oder akuten Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Fachperson.



